Laparoskopische Magenbandoperation
Das Magenband hat die Aufgabe, die tägliche Nahrungsaufnahme zu begrenzen, um über die verminderte Kalorienzufuhr die gewünschte
Gewichtsreduktion zu erreichen. Erhält der Körper weniger Nahrung, greift er seine eigenen Fettreserven an, um sich mit der notwendigen Energie zu versorgen. Das Resultat ist Gewichtsverlust. Das Magenband engt den Magen im oberen Drittel knapp unterhalb der Speiseröhre durch ein herumgelegtes verstellbares Band ein, so dass ein Vormagen mit nur ca. 20-30 ml Inhalt ensteht. Die Magenkapazität wird dadurch reduziert und die Nahrungsaufnahme entscheidend eingeschränkt. Bei der Aufnahme von fester Nahrung füllt sich dieser Vormagen zuerst und es tritt prompt ein Sättigungsgefühl ein. Der gefüllte Magen funkt ein Signal zum Gehirn, welches das Sättigungsgefühl vermittelt. Vom Vormagen gelangt die Nahrung über die verstellbare Verengung in den Restmagen. Magenband-Patienten können nur noch geringe Mengen essen, bis der verbleibende Mini-Magen gefüllt ist. Wenn sie zu viel auf einmal essen, müssen sie erbrechen.
Die operative Magenverkleinerung alleine reicht jedoch nicht aus. Erst eine fettarme, ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung stellen den Erfolg einer solchen Operation sicher. Die Motivation und der Wille müssen rundum stimmen. Auch gesteigerte Bewegung ist wichtig.
Das Magenband wird über viele Monate, unter Umständen lebenslang, an seinem Platz belassen. Es ist aber auch möglich, das Band wieder zu entfernen.
Von allen chirurgischen Eingriffen ist diese Methode die mit dem niedrigsten Komplikationsrisiko. Ein großer Vorteil des Bandes liegt darin, dass sein Durchmesser auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten abgestimmt werden kann. Eine Operation ist ein Eingriff in den menschlichen Körper. Stark übergewichtige Patienten haben ein höheres Risiko. Komplikationen allgemeiner Art können bei jeder Bauchoperation auftreten, spezielle Komplikationen in Verbindung mit dem Magenband sind Magenperforation während der Operation, Durchrutschen des Magens durch das Band und Magenüberdehnung. Die Überdehnung entsteht, wenn der Patient immmer wieder versucht, mehr zu essen, als der reduzierte Magen aufnehmen kann. Die übermäßige Nahrungszufuhr dehnt den Magen. Dadurch kann er kippen und die Öffnung blockieren. In ganz seltenen Fällen "wandert" das Band in den Magen.

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